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RSSPrint

Jung und Alt - wie kann das gehen?

01.12.2016

Steglitzer Schülerbischöfe für ein Miteinander der Generationen

Malte, Alina, Anaïs, Leona (v.l.), Nutzung frei ©Kirchenkreis Steglitz

Berlin, 1. Dezember 2016 – Am Dienstag, 6. Dezember 2016, um 10.30 Uhr werden vier Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Steglitz im Rahmen eines Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche St. Marien, Karl-Liebknecht-Str. 8, 10178 Berlin, von Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein in ihr Amt als Berliner Schülerbischöfe eingeführt. Die 500-köpfige Schulgemeinschaft und Gäste feiern den Beginn dieser zweimonatigen Amtszeit mit, in der die Mädchen und der Junge im Alter von 15 und 11 Jahren ihr Thema nach außen tragen wollen. Um 12.30 Uhr stellen sich die vier Kinder und Jugendlichen mit ihrem Anliegen bei Bischof Markus Dröge vor.

„Wir Schülerbischöfe setzen uns dafür ein, dass junge und alte Menschen mehr Verständnis füreinander entwickeln“, sagt Leona. Sie und Alina wissen schon gut Bescheid, die beiden haben längst ein ganz besonderes Projekt durchlaufen: 10 Wochen lang verbringen die Schüler der 8. Klassen Freizeit mit einer Seniorin oder einem Senior, erzählen sich voneinander und unternehmen etwas gemeinsam. Alina hat noch jetzt Kontakt zu der alten Dame von damals und hilft ihr gelegentlich im Alltag. Malte hingegen meint: „Ich hab schon oft gehört, früher wäre alles besser gewesen. Da bin ich gespannt zu sehen, was passiert, wenn Jung und Alt zusammenkommen.“

Für Sigrid Kettner, Leiterin der Evangelischen Schule Steglitz, ist vor allem eines wichtig: Die ganze Schule soll an dem Projekt der Schülerbischöfe teilhaben und alle Schüler davon profitieren. Daher stellt jede der 21 Klassen etwas auf die Beine, die Ideen reichen von ‚gemeinsam kochen‘ über ‚Computerkurs für alte Menschen‘ bis hin zu ‚Besuche im Altenheim‘. Dazu verfassen die Klassen passend zum Reformationsjahr 95 Thesen zum Thema „Jung und Alt“. Nach Möglichkeit wollen die vier Schülerbischöfe die Thesen dem Regierenden Bürgermeister übergeben. Für Januar ist außerdem eine Podiumsdiskussion vorgesehen, zugesagt haben bereits der ehemalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen und die Aktivistin Irmela Mensah-Schramm.

Das Projekt Schülerbischöfe wird seit 2010 an evangelischen Schulen in Berlin durchgeführt. Die Tradition der Kinderbischöfe kommt aus dem Mittelalter. An Kloster- und Stiftsschulen wurde zu bestimmten Zeiten ein Schüler zum Bischof beziehungsweise zum Abt gewählt. Für einen Tag durfte er einen Teil der bischöflichen Amtspflichten übernehmen. Durch den Rollentausch war es Kindern und Jugendlichen möglich, mit ihren Anliegen vor Erwachsenen Gehör zu finden.

Nach dem Gottesdienst besteht Gelegenheit für Gespräche mit den Schülerbischöfen sowie für Fotoaufnahmen.

Bitte melden Sie sich, ebenso für weitere Informationen, bei:
Evangelischer Kirchenkreis Steglitz, Öffentlichkeitsarbeit, Ulrike Bott, Telefon  030. 83 90 92 90,
Mobil  0176. 57 96 79 93, oeffentlichkeitsarbeit@kirchenkreis-steglitz.de,
www.kirchenkreis-steglitz.de/schuelerbischöfe, Hindenburgdamm 101 B, 12203 Berlin