Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Segenswünsche zum jüdischen Neuen Jahr 5779

10.09.2018

Bischof Dröge und Erzbischof Koch gratulieren zum Rosh Ha-Shana

Berlin, 10. September 2018 – Bischof Dr. Markus Dröge und Erzbischof Dr. Heiner Koch senden an die Jüdischen Gemeinden von Berlin und Brandenburg sowie an den israelischen Botschafter ihre Segenswünsche zum Neuen Jahr 5779, das mit dem Fest Rosh Ha-Shana am Montag feierlich begangen wird.

In ihrem Brief schreiben sie:

„Wir möchten Ihnen und allen Gemeindemitgliedern zu Rosh Ha-Shana und Yom Kippur unsere herzlichen Grüße und Segenswünsche übermitteln. Diese Tage bis zum großen Versöhnungstag mögen Sie im Vertrauen auf die Güte Gottes, des Richters und Königs, vor allem aber des Vaters, der der Vater aller Barmherzigkeit ist, erleben.“

Auch auf die Entwicklungen der letzten Monate gehen die Bischöfe in ihrem Schreiben ein: „Wir wissen: Ein neues Jahr ist nicht abgekoppelt von der Vergangenheit, der Geschichte mit ihren wechselhaften Erfahrungen. Bewusst und aufmerksam verfolgen wir Tendenzen eines Antisemitismus, der sich öffentlich in erschreckender Weise gezeigt hat. Als Kirchen stehen wir an Ihrer Seite, um jeglicher Form von Antijudaismus, Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten. Wir wissen uns auch gerade aufgrund der jüdischen Wurzeln unseres christlichen Glaubens mit dem Judentum verbunden. Wir sind zutiefst dankbar, dass jüdisches Leben heute wieder zum festen Bestandteil des Alltags in Berlin, ja, in ganz Deutschland, gehört.“

Weiter heißt es: „Aktuell gibt es Grund und Anlässe genug, sich zum Neujahrsanfang „mitten im September“ wieder neu herausrufen zu lassen aus all den Phobien, die unsere Zeit vergiften, sich unterbrechen zu lassen und einen neuen Anfang zu wagen für ein unverstelltes Miteinander. Ein Ruf zur Umkehr, den wir auch für uns hören. „Alles auf Anfang“ im Namen Gottes.“

Der Brief endet mit dem Wunsch nach einem guten neuen Jahr: „Schana tova“.