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Pfarrer Hannes Langbein zum neuen Direktor der Stiftung St. Matthäus berufen

23.10.2017

Der scheidende Direktor, Pfarrer Christhard-Georg Neubert, bleibt auf Bitten der Kirchenleitung übergangsweise für zwei Jahre im Amt des Kunstbeauftragten der Landeskirche tätig, das er bislang als Stiftungsdirektor in Personalunion ausübte

Berlin, 23. Oktober 2017 –  Das Kuratorium der Stiftung St. Matthäus hat im Einvernehmen mit der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) Pfarrer Hannes Langbein zum neuen Direktor der Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der EKBO, bestellt. Der evangelische Theologe folgt auf den Gründungsdirektor der Stiftung, Pfarrer Christhard-Georg Neubert, der am 3. Advent um 18Uhr in der St. Matthäus-Kirche verabschiedet wird und mit dem 31. Dezember 2017 in den Ruhestand geht. Hannes Langbein tritt sein Amt am 1. Januar 2018 an. Der scheidende Direktor bleibt auf Bitten der Kirchenleitung übergangsweise für zwei Jahre im Amt des Kunstbeauftragten der Landeskirche tätig, das er bislang als Stiftungsdirektor in Personalunion ausübte. Er wird weiterhin Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen in Kunstfragen beraten.

Pfarrer Hannes Langbein, geboren 1978 in Jena, war nach dem Studium der evangelischen Theologie in Heidelberg, Zürich, Princeton und Berlin wissenschaftlicher Referent im Kulturbüro des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach dem Vikariat in Berlin-Spandau wechselte er Anfang 2016 als Pfarrer in Entsendung an die Stiftung St. Matthäus. Seit 2011 ist er zudem Redakteur der ökumenischen Quartalszeitschrift „kunst und kirche“ und seit 2016 Präsident der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche „Artheon“.

Pfarrer Langbein zu seiner zukünftigen Aufgabe: „Für mich ist der Dialog mit den Künsten aus meiner theologischen Arbeit nicht wegzudenken: Kunst und Kirche teilen ein Bewusstsein für die Fragilität und Komplexität des Lebens und die Schönheit, die sich darin verbirgt. Künstlerinnen und Künstler können Verbündete darin sein, die Setzungen des Denkens und der Religion in Bewegung zu versetzen. St. Matthäus verstehe ich in diesem Sinne als ein Labor, theologisches und künstlerisches Forschen im Dialog miteinander zu entwickeln und daraus neue Perspektiven für Kirche und Gesellschaft zu entwickeln.“

Pfarrer Christhard-Georg Neubert, seit 1999 Kunstbeauftragter der Landeskirche, war vor 20 Jahren Ideengeber  und schließlich Gründungsdirektor der selbständigen Kulturstiftung St. Matthäus, die ihren Sitz am Dom zu Brandenburg hat. Unter Neuberts Leitung ist sie heute zum  Kompetenzzentrum der Kirche für Kunst und Kultur herangewachsen.

Pfarrer Neubert beglückwünscht seinen Nachfolger zu seiner neuen Aufgabe und fügt hinzu: „Ich bin dankbar für den Mut unserer Kirche, die in schwieriger Zeit vor 20 Jahren die Gründung der Stiftung St. Matthäus auf den Weg gebracht und damit ein deutliches Zeichen des Aufbruchs in Richtung Kunst und Kultur gesetzt hat. Was damals von nicht wenigen als waghalsiges Experiment wahrgenommen wurde,  hat sich inzwischen zum Ansprechpartner und Impulsgeber in Sachen Kunst und Kirche entwickelt. Ich bin dankbar für Vertrauen und Unterstützung, die mir seitens der Kirche und unerwartet vieler Menschen in Kunst, Kultur und Politik zu teil wurden. Die menschlichen Begegnungen und das immer neue Zusammenwirken mit Künstlerinnen und Künstlern hat mein Verständnis des Zusammenspiels von Theologie und Ästhetik geweitet, hat mein Leben und meine Arbeit in ungeahnter Weise bereichert. Meinem Nachfolger und allen, die sich mit der Stiftung St. Matthäus identifizieren, wünsche ich Gottes reichen Segen.“