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RSSPrint

Kirchenleitung verleiht Paul-Gerhardt-Medaille an Ehrenamtliche

24.10.2018

Ehrung für das Engagement für benachteiligte und arme Menschen

Berlin, 23. Oktober 2018 – Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) verleiht die Paul-Gerhardt-Medaille im Rahmen des Eröffnungsgottesdienstes der Landessynode in der Segenskirche, Auguste-Victoria-Allee 16F, 13403 Berlin, ab 18 Uhr. Mit der Auszeichnung ehrt die Landeskirche in diesem Jahr drei Personen, die sich besonders für benachteiligte und arme Menschen innerhalb der EKBO eingesetzt haben.
Vor dem Hintergrund der sich immer weiter auseinander entwickelnden Lebensverhältnisse in der deutschen Gesellschaft, will die EKBO mit der Paul-Gerhardt-Medaille Menschen würdigen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement zum sozialen Zusammenhalt beitragen und anderen helfen, in Würde zu leben. „Über die staatlichen Angebote hinaus bieten diakonische Angebote der Kirchengemeinden niedrigschwellig und konkrete Hilfe in prekären Situationen. Zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in unserer Gesellschaft sind viele diakonische Angebote seitens der Kirche ein stabilisierender Faktor“, heißt es in der Begründung. Mit der stellvertretenden Verleihung an die drei Geehrten, würdigt die Kirchenleitung zugleich alle ehrenamtlich tätigen Menschen, die sich in der Landeskirche auf unterschiedliche Weise für Benachteiligte und Arme einsetzen.

Renate Klein, Görlitz, engagiert sich seit Jahren beim Suppenküchen-Mobil des Vereins für Diakonie und Stadtmission Görlitz e.V.. Sie fährt regelmäßig alle zwei Wochen ehrenamtlich auf den Touren des Suppenküchen-Mobils mit und setzt ihre Zeit für Menschen in Armut und Notsituationen ein. Sie ist zu einer wichtigen Ansprechpartnerin geworden. Ihre Freundlichkeit und ihre Fähigkeit, auf Menschen einzugehen, hilft dabei, Brücken zu den betroffenen Menschen zu bauen. Mit dem Suppenküchen-Mobil verteilt die Stadtmission einmal in der Woche an fünf sozialen Brennpunkten Suppe und bietet Gespräche an.

Manuela Klengel, Zehdenick, ist seit dem Start des „KiezPunkt“ 2016 mit dabei. Im Plattenbaugebiet Zehdenick Süd ist der regelmäßige mobile Treffpunkt ein besonderes Angebot der Evangelischen Familienberatung und der Evangelischen Kirchengemeinde. Neben einer hauptamtlichen Koordinatorin und Organisatorin und dem Ortspfarrer, sind es vor allem Ehrenamtliche, die den KiezPunkt gestalten und tragen. Fünfzig bis hundert Kinder kommen wöchentlich zu einem Festzelt auf einer Wiese. Hier gibt es Angebote zum Basteln, Spielen, künstlerischem Gestalten, Singen und zum Gespräch sowie ein gesundes Abendbrot. Manuela Klengel bastelt und gestaltet mit den Kindern und hat ein offenes Ohr für sie. Mit ihrer stillen und freundlichen Art gehört sie zum KiezPunkt.

Annemerie Böhl
, Berlin-Kreuzberg. Sie ist von der ersten Stunde des Nachtcafés  der Taborgemeinde in Berlin-Kreuzberg mit dabei. Hier bietet die Kirchengemeinde seit über zwanzig Jahren von Oktober bis April einmal in der Woche Essen und vierzig Schlafplätze für Obdachlose im Vorraum der Kirche an. Die Organisation liegt seit Jahren in ihren Händen. nach wie vor tatkräftig Die 87-Jährige gibt Wäsche und Essen aus und ist eine wichtige Ansprechpartnerin für die weiteren Ehrenamtlichen und die Gäste des Nachtcafés.