Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Gottesdienst zum Gedenken an bedrängte Christen

23.02.2015

Bischof Dröge und armenische Christen erinnern an Situation in der Türkei.

Am Sonntag, dem 1. März 2015, 10.30 Uhr, wird Bischof Dr. Markus Dröge gemeinsam mit armenischen Christen in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße, 10178 Berlin, an die Situation der Christen in der Türkei erinnern. Der Gottesdienst wird von Pfarrer Eric Haußmann von der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien unter Beteiligung der Armenischen Apostolischen Kirche und des Berliner Missionswerks liturgisch gestaltet. Es predigt Bischof Markus Dröge.

 

Als armenischer Vertreter wird Erzbischof Karekin Bekdjian, Primas der deutschen Diözese der Armenischen Apostolischen Kirche, das Evangelium lesen und den Segen spenden. Das Berliner Missionswerk vertreten Dr. Christof Theilemann, Landespfarrer für Ökumene und Weltmission, und Pfarrer Jens Nieper, Nahost-Referent. Nieper wird im Gottesdienst mit der Orthodoxen Referentin des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg, Sona Eypper, zum Thema „Seht, welch ein Mensch“ in einen Dialog treten. Das Fürbittgebet sprechen Bischof Dröge, Erzbischof Bekdjian, Christof Theilemann und Jens Nieper gemeinsam für die Christen in der Türkei. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst unter anderem von Bläsern des Posaunendienstes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

 

Christliche Minderheiten in der Türkei sehen sich erheblichen rechtlichen und finanziellen Benachteiligungen ausgesetzt. Nicht-muslimische Geistliche können im Land keine Ausbildung erhalten. Alle religiöse Bildung ist dem staatlichen Monopol unterstellt. Traditionellen Ausbildungsstätten wie der 1971 geschlossenen griechisch-orthodoxen Hochschule in Chalki bleibt der Ausbildungsbetrieb verwehrt. In der Türkei gibt es keine Möglichkeit für Christen, den obligatorischen Wehrdienst aus Gewissengründen zu verweigern.

 

Den zweiten Sonntag der Passionszeit (Reminiszere, in diesem Jahr der 1. März) in besonderer Weise der Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen zu widmen, geht auf einen Beschluss der EKD-Synode von 2008 zurück. Ein Schwerpunkt der Fürbitte liegt in diesem Jahr auf der Lage christlicher Minderheiten in der Türkei. Der Aufruf ist ein Zeichen für die wachsende Sensibilität angesichts des Leides, das Menschen durch die Verweigerung der Religionsfreiheit oder durch Religionsverfolgung zugefügt wird. Der Name des Sonntags Reminiszere kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Gedenke". In Psalm 25,6 heißt es: „Gedenke (lateinisch: reminiscere), Herr, an deine Barmherzigkeit."

 

Am 24. April 2015 jährt sich der Beginn des Völkermordes an den Armeniern zum 100. Mal.

 

 

 

Berlin, 23. Februar 2015