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RSSPrint

Faires Miteinander statt gewalttätige Aktionen

20.05.2016

Generalsuperintendent Herche ruft zum Dialog für die Zukunft der Lausitz auf

Generalsuperintendent Martin Herche des Sprengels Görlitz kritisiert Gewalt und Rechtsbruch bei den Protestaktionen am Pfingstwochenende von „Ende Gelände“ in der Lausitz. Er wirbt erneut für einen konstruktiven Dialog aller Beteiligten.

Generalsuperintendent Martin Herche:

„Rechtsbruch und Vandalismus, Gewalt sowie die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, die am Pfingstwochenende bei den Aktionen von mehreren Tausend Klimaaktivisten ausgegangen ist, lehnen wir als Evangelische Kirche ausdrücklich ab. Mit Sorge nehmen wir aber auch die persönlichen Belastungen wahr, die die Aktionen bei Vattenfall-Mitarbeitern und deren Angehörigen ausgelöst haben.

Nur in einem verantwortlichen, fairen Miteinander kann der Strukturwandel in der Lausitz gelingen, nicht aber durch Aktionen, die den rechtsstaatlichen, gewaltfreien Rahmen verlassen. Als Evangelische Kirche erwarten wir auch von den Mitgliedern und Anhängern der Initiative „Ende Gelände“, zu einem friedlichen und gewaltfreien Miteinander aktiv beizutragen.

Wir appellieren an die Aktivisten, für ein konstruktives Miteinander in der Lausitz einzutreten. Wir appellieren ebenso an den Konzern Vattenfall, trotz der gegenwärtigen belasteten Situation und des geplanten Verkaufs, das Gespräch mit den Kritikern weiterhin zu suchen. Als Evangelische Kirche stehen wir für die Moderation von Gesprächen beider Seiten bereit.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet. Für den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz treten wir  dafür ein, dass die anstehenden Herausforderungen in einem offenen, friedlichen und fairen, von gegenseitigem Respekt getragenen Miteinander bewältigt werden.

Wir danken allen, die an dem Pfingstwochenende in den kritischen Situationen zur Deeskalation beigetragen haben.“