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Christoph Markschies neuer kommissarischer Leiter des Instituts Kirche und Judentum

29.05.2015

Christoph Markschies, Professor für Ältere Kirchengeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin, ist neuer Leiter des Berliner Instituts Kirche und Judentum. Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat den Vorschlag des Kuratoriums des Instituts angenommen und bestätigt. Professor Christoph Markschies übernimmt die Leitung kommissarisch. Sein Vorgänger, Professor Markus Witte, hatte sein Amt im Januar 2015 niedergelegt. Es wird derzeit an einer neuen konzeptionellen Ausrichtung des Instituts gearbeitet. 

Christoph Markschies, geboren 1962 in Berlin, studierte Evangelische Theologie, klassische Philologie und Philosophie in Marburg, Jerusalem, München und Tübingen. Er promovierte 1991 und habilitierte sich 1994 in Tübingen. Er hatte Professuren für Kirchen- und Theologiegeschichte des antiken Christentums in Jena (1994 bis 2000) und Heidelberg (2000 bis 2004) inne. Der Theologe ist seit 2004 Professor für Ältere Kirchengeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin. Von 2006 bis 2010 war er Präsident dieser Universität. 2001 wurde er mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. 2007 verlieh ihm die Fakultät für Orthodoxe Theologie der Lucian-Blaga-Universität Sibiu/Hermannstadt die Ehrendoktorwürde, 2011 erhielt er zudem die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Oslo. Der Theologe ist Mitglied  unter anderem der Akademien der Wissenschaften zu Erfurt, Heidelberg und Mainz sowie der European Academy of Science and Arts und der Academia Europea, Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie diverser wissenschaftlicher Beiräte. Christoph Markschies hat zahlreiche Publikationen verfasst und herausgegeben, darunter einführende Taschenbücher in sein Fachgebiet; im Herbst 2015 wird die Publikation „Gottes Körper. Jüdische, christliche und pagane Gottesvorstellungen in der Antike“ erscheinen.

Das Institut Kirche und Judentum wurde 1960 an der Kirchlichen Hochschule Berlin (West) gegründet und ist ein Werk der EKBO. Seit 1994 ist es der Humboldt-Universität zu Berlin angegliedert. Das Institut arbeitet zu Grundfragen des christlich-jüdischen Verhältnisses und erforscht das Judentum aus christlicher Sicht. Mit dieser Arbeit soll an ein grundlegendes neues Verhältnis von Christen und Juden gefördert werden.


Berlin, den 29. Mai 2015