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RSSPrint

Aufruf des Bischofs an die Gemeinden

Fürbitte und eine zusätzliche Kollekte für die Opfer der Flutkatastrophe

Liebe Schwestern und Brüder,


Sie und mich erschüttern die Bilder und Nachrichten von der Flutkatastrophe im Westen und Süden Deutschlands. Unvorstellbar ist das Leid der Menschen, die ihre Angehörigen und Freunde, ihr Hab und Gut, ihr Zuhause, ihre Existenzgrundlagen verloren haben. Durch schwere Unwetter hat sich von einem Tag auf den anderen das Leben vieler dramatisch verändert. Zahlreiche Menschen sind gestorben, etliche werden immer noch vermisst. Für die kommenden Tage ist wieder Starkregen angekündigt. In Gebeten und Gedanken sind wir seit Tagen bei denen, die Not leiden und wollen ihnen beistehen. Wir wissen, wie gut Solidarität und Gebet in solchen Zeiten tun. Bei der Oderflut haben wir es, wenn auch in anderem Ausmaß, selbst erlebt. Ich bin dankbar, dass schon in der letzten Woche viel Hilfe und Solidarität auf gemeindlicher und kirchenkreislicher Ebene durch Sie geleistet wurde.


Gebete im Gedenken an die Toten, Fürbitte für ihre Angehörigen, das gehört für mich und uns zum Kern, wie wir in Gott verbunden sind. Vor ihn können wir alles Leid bringen. Von ihm erbitten wir Kraft.
Schnelle praktische Hilfe ist weiter nötig, damit das Leben nach all der Zerstörung bald wieder aufgebaut werden kann. Auch Kirchengemeinden in den besonders schwer betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben immense Schäden zu beklagen. Das Wasser hat Kirchen und Gemeindehäuser zerstört, das Inventar samt Bänken, Technik oder Gesangbüchern ist vielerorts nicht mehr zu benutzen und muss neu beschafft werden. Wir wollen an der Seite unserer Geschwister sein und sie in diesen schweren Zeiten nicht alleine lassen. Mit einer zusätzlichen Kollekte, die am kommenden Sonntag EKD-weit in den Gottesdiensten gesammelt wird, helfen wir, auf dass Menschen in der Not Kraft und Beistand erfahren.

Ich bitte Sie, im Gottesdienst am 25. Juli die Fürbitte für die Opfer der Flutkatastrophe aufzunehmen und unter dem Motto „Gemeinden helfen Gemeinden“ eine zusätzliche Kollekte für die Kirchengemeinden in den Katastrophengebieten zu sammeln.
Die Kontoverbindung hierfür lautet: Evangelische Kirche im Rheinland, IBAN: DE95 3506 0190 1010 1770 53, Bank für Kirche und Diakonie eG-KD-Bank, Stichwort: „Gemeinden helfen Gemeinden“
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.


Wenn es Ihnen möglich ist, am morgigen Freitag um 18.00 Uhr mit einer Andacht in das Gebet der Geschwister einzustimmen, ist es gut, wenn Sie mit den Glocken Ihres Ortes das Geläut der Kirchen im Westen und Süden verstärken. Wir stehen im Gebet zusammen. Herzlichen Dank.


Gott behüte Sie!


Bischof Christian Stäblein